Diese kurze Botschaft hätte am vergangenen Samstag (27.09.) vor dem neuen Concrete-Park in Duisburg auf einem großen von Rollerbladern errichteten Warnschild stehen müssen. Als ich das Gelände des Rheinparks betrat, sah ich bereits wie einige Skateboarder mit hängenden Köpfen den Ort des Geschehens verließen. Ich hörte nur: "Wo kommen diese ganzen Blader überhaupt her?" "Der Park ist voll mit denen!" - Im Gegensatz zu denen stand mir das Schmunzeln im Gesicht. Nun ist die Message auch bei unseren "alten Freunden" angekommen: ROLLERBLADING IS FAR AWAY FROM BEING DEAD!

Als ich schließlich den ersten Schritt auf den von der Sonne so schön angewärmten Beton setzen konnte, kam mir bereits "Dominik Hammer" mit einem Wahnsinns 540 (über das größte Gap des Skateparks) entgegen geflogen, dicht gefolgt von lautem Jubel und Applaus. Was für ein Empfang! Doch zu dem Kerl - der an diesem warmen, sonnigen Herbstsamstag alle Register des Aggressive-Rollerbladings zog - später mehr. Die Session war in vollem Gange. rolltogether 5 from Rene Pressing on Vimeo

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Ich habe einen schnellen Blick über den Park geworfen und wurde das Gefühl nicht los, dass sich hier einige Menschen zu einem bestimmten Zweck versammelt haben?! Nicht wahr?

Mehrere hundert Rollerblader flowten über die Obstacles des Parks, während weitere 100 damit beschäftigt waren, eine bunte Kugel mit einem seltsam aussehenden Holzstab (dem Kendama) aufzuspießen. Der gesamte Westen und vor allem der große und traditionsreiche Kreis der ehemaligen Factory-Skater waren hier zusammen getreten. Ruhrpott-Allstars wie Matthias Peterka, Guido Rosenkranz und Matthäus Parobeck etc. waren u.a. angereist, um zu zeigen, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Sie skateten Seite an Seite mit den Jüngeren unseres Sports, die an diesem Tag ebenso zahlreich zusammengekommen waren und sich nicht - wie sonst üblich - in die Ecke setzten, um den Anderen beim Skaten zuzusehen. Im Gegenteil: Die jüngeren skateten selbst und das verdammt gut. An dieser Stelle sei "Sacha Lopez", Be-Mag and rollTogether Newcomer of the Day erwähnt. Sacha hat während der Rail- und Ledge-Session einen Hammer nach dem Nächsten rausgehauen: Im Gedächtnis geblieben ist besonders sein 360 Makio Grab an der Ledge! Congratulations an Sacha!

Wenn auch der Westen stark dominant war, so war er zumindest nicht alleine auf dem Beton unterwegs: Denn aus den verschiedensten Teilen Deutschlands (z.B. Karlsruhe, Stuttgart, Göttingen, Kassel, Hannover, Paderborn, Bielefeld, Münster, München!) sind die Leute angereist, um hart, fröhlich und in erster Linie gemeinsam zu skaten. Schließlich ist auch eine kleine Camping-Truppe - trotz laufendem BOK - aus Holland unserem Ruf nach Duisburg gefolgt. Wie Ihr bereits in dem ersten Edit sehen konntet, waren die Jungs nicht nur für den konstanten Frühlingsduft im Park verantwortlich, sondern auch für den ein oder anderen Hammer! Nachdem im Park und auch außerhalb des Parks (an einem Vierkant-Handrail) bereits einige heiße Sessions liefen, riefen wir zu einer weiteren Rail- und Ledge-Session auf. Harte Tricks bzw. Stürze wurden hier mit T-Shirts, Rucksäcken, DVDs, Rollen usw. belohnt bzw. entschädigt.

Hier gab es glücklicherweise weniger Stürze, dafür umso mehr Tricks: Guido grindete mit gewohntem Style und gewohnter Lässigkeit - heftig war vor allem sein zero spin alley-oop fishbrain! Sacha Lopez (der rollTogether- und Be-mag Newcomer Award-Winner) hat durch unzählige Spin-Tricks - u.a. 360 soul, 360 makio - für Aufsehen gesorgt. Assia aus Münster zeigte eisernen Willen: Sie gab auch nach zahlreichen Stürzen nicht auf. Am Ende landete sie schließlich den heiß umkämpften top-pornstar an der steilen Ledge und durfte sich beim Zurückrollen verdient ein Satz Grindhouse-Rollen mitnehmen. Keine Rail-Session verläuft ohne Shishi aus Paderborn und Tim aus Hamm. Die zwei Railmagneten lieferten - wie gewohnt - die heftigsten Tricks: Während Shishi perfekte outspin 360 souls an der Ledge landete, rutschte Tim das Rail hinauf, um anschließend vom Rail in die Quarter zu springen und mit dem neugewonnenen Schwung einen 720 zu drehen. Zu guter Letzt versuchte sich Tim - trotz verletzter Ferse - noch an einem 540 alley oop soul, blieb am Ende leider erfolglos. Der kommt sicherlich auf der nächsten Session....

Kommen wir nun zum Mann des Tages: Duisburg's local "Dominik Hammer"! Nachdem er sich mit zahlreichen Switch-Ups warm gefahren hatte - u.a. fullcab backslide to alley oop fishbrain, setzte er mit seinem 540 alley oop kindgrind noch einen oben drauf.

Beim Chimera Stunt Reward packte er schließlich "wort wörtlich" einen drauf - und zwar seine Skates auf das höchste Geländer im ganzen Park. Nachdem er die Absperrung der Transition zunächst mit einem Royale bezwang, musste schließlich noch der Kindgrind 540 off hinterher - da hätte selbst der Rhein über die Ufer treten können und es hätte ihn wahrscheinlich nicht am Versuch des Tricks gehindert. Zu dem Zeitpunkt war schon fast klar, dass "Dominik Hammer" noch vor Jo Zenk, der Ihm mit einem BS Savanna in die Bank Off Einhalt gebieten wollte, den Chimera Stunt Reward gewinnt!

Wir (rollTogether) möchten uns bei allen Leuten bedanken, die zu einer weiteren Session erschienen sind und mit uns geskatet sind - vor allem bei denen, die von weither angereist sind. Wir hoffen, dass Ihr euren Spaß hattet. An dieser Stelle möchten wir Christian "Cody" und Björn grüßen und Ihnen die besten Genesungswünsche zukommen lassen. Für beide endete der Tag relativ früh im Krankenhaus. Während Cody einen komplizierten Ellbogenbruch erleidete, zog sich Björn bei einem heftigen Desaster-Versuch eine tiefe Schnittwunde inklusive Knochensplitterung am Schienbein zu. Ein besonderer Dank gilt natürlich den Sponsoren und Ideenunterstützern: Grindhouse, BE-Mag, CHIMERA, Razors und Ucon. Danke Leute - ohne euch wären wir nicht da, wo wir jetzt sind! Wir freuen uns auf Euch und die nächste Session, rolltogether